Tintenbambus

In der chinesischen Malerei gibt es zwei grundlegende Stilrichtungen: Xie Shi写实: Darstellung der Wirklichkeit, und Xie Yi 写意Darstellung der Gedanken oder der Bedeutung. Bei der ersten Stilrichtung wird eine Landschaft oder ein Gegenstand „wahrheitsgetreu“ wiedergegeben. Bei Xie Yi wird die Interpretation und Vorstellung des Künstlers betont. Das Kunstobjekt wirkt „verzerrt“ aber wird eben mit mehr Bedeutungen ausgefüllt. Ein jahrtausendaltes Beispiel dafür ist der „Tintenbambus“. Bereits in der Zeit der Dynastien war Bambus wegen der geraden Haltung und der ästhetischen Form der Blätter ein beliebtes Kunstobjekt für Dichter und Maler. In der Malerei wird der grüne Bambus bis zum heutigen Tag oft in schwarz-weiß dargestellt. So wirkt das gesamte Bild reduzierter und ästhetischer. Die Vorstellungskraft der Betrachter wird angeregt. Bei langer Betrachtung hat man die Illusion, vor einem Scherenschnitt zu stehen und kann sich aber gleichzeitig die schöne Landschaft und Atmosphäre rundum den Bambus lebhaft vorstellen. Man hört sogar das Rauschen der Bambusblätter…Mit der Zeit ist „Tintenbambus“ ein fester Begriff in der chinesischen Malerei geworden, der sich mit intellektueller Schönheit wie Gedichten und Malerei assoziieren lässt. Nun kennen Sie die Geschichte hinter unserem Bambus-Seidentuch 😊

Seidenschal Bambus mit Lampe

  |  

Mehr Posts

0 Kommentare

Ein Kommentar hinterlassen

Alle Kommentare auf dem Blog werden vor der Veröffentlichung überprüft